Es zählt zu den schwerlöslichen Weltwidersprüchen, daß Orange den Sündenbock für die Feuerfürchtigen abgeben muß, während sich Gelb als Inbegriff heiterer Sonnenwärme gefallen darf, Weiß als Quintessenz kühlender Kleidung und Bläuiichweiß gar als Eisbringer der Gletscher und kristalldurchsichtigen Winterhimmel, wo doch die Glut von einer zur andern Stufe mörderischer wird, um im Bläulich die Weltzerknall-Temperatur zu erreichen.
Orangehafter-Brand-Paradoxon
Orangeblonde
Ein erfreuter Stelldicheinling küßt vorsichtig in das gefärbte Haar seines Mädchens, das trockene, orangenduftqualmende: nein, es ist kein Traum oder Beleuchtungseffekt; er kann drin wühlen, sie ist jetzt wirklich orangeblond.
Ortsbestimmung
Weil ich nicht blasiert sondern begeistert (Begeisterung, nicht »innersprachlich« sondern »gegenständlich« (Realismus), nicht zitatbetont sondern erlebnisbetont (Freiheit, die ich meine, schreibe, weil mich Landschaften (!) und Zweierbeziehungen (!) emovieren, Zweierbeziehungen sogar übern elementaren Sex hinaus, habe ich mich in eine Harakiri-Position begeben. Achgott, die Avantgarde will mich nicht, und achgott, in der konservativen Dichtung hab ich schon gar nichts verloren.