Nachgefrischt werden allmählich unfrisch gewordene Dinge. Frisch heißt komischerweise frisch gewaschen. (Es könnte ja auch frisch verdreckt bedeuten.) Das Wort »nachfrischen« hat etwas von dem hoffnungslosen Kampf um das anorganische Image eines organischen Wesens. Man frischt laut Werbesprache Menschen und Menschenverpackungen nach, um sie sympathisch zu machen. Nach dem Fallen des Wortes »nachfrischen« verbreitet sich erst richtig der vorher nichtbeachtete Menschengeruch und wird unappetitlichpfuiteufel.
Nachgefrischt
Nach dem Auftauchen der Auen
Nach dem Auftauchen der Auen wurde nicht so heiß gegessen wie gekocht. Kaum war die erste Au (von nun an sind Auen im besonderen, also Auen 3, Auen 1 etc, aufzuschlagen) beschaut und verdaut, also um 8.03, konnte man frei auf die Uferstraße mit den Autos schauen und auf die auslaufenden nahen und die ferneren Hügel.
Nachmittagsgespräche 1
Eine Mutter renkt ihrer Tochter die Negerpuppe wieder ein. Die Tochter fragt: »Neger, warum schaust du so traurig?« Ein Pensionist sagt: »Weil er gelyncht wird, wenn er groß ist.« Die Tochter fragt: »Weil er was? « Der Pensionist sagt: »Weißt du, die Weißen prügeln die Neger gaanz fest, bis sie tot sind.« Die Tochter fragt: »Da muß ich dich auch prügeln, Neger?!« und beantwortet sich die Frage mit ganz festen Schlägen in ihr Kind. »Mm! Mm!« Ein Bein fliegt weg. Die Mutter schimpft: »Jetzt hab ich dir die Puppe grad erst wieder eingerenkt; du bist doch —!«