Exporteur 3

Exporteur 2

Im Gebüsch lag ein verendeter Exporteur. Sie liebte einen Exporteur. Eine echte Exporteurtasche. Er schreibt Exporteurpost, bezieht die Exporteurzeitung. Die Exporteure stritten mit den Attaches. Eine typische Exporteurfrisur. Das könnte man fast das Exporteurbad nennen. Wie oft wimmern Exporteure? Der Exporteur heiratete eine nette Debitorenbuchhalterin. Krokodile mögen Exporteure. So ein Exporteur im Ausland, vom Vaterland fast abgeschnitten. Was wird China mit den Exporteuren machen?

Exporteur 4

Exporteure müssen immer konferieren (die Handelsspanne ist eine internationale Weltanschauung). Das Hotel in Luxemburg hatte einen Frühstücksraum, der 21 Stunden verödet lag, eine Reception, in der meist eine schläfrige Geschäftigkeit plätscherte, einen mehrteiligen Speisesaal, dessen einer Flügel nur kurz beessert war, eine Bar, die tags hinter Gittern gähnte, lautlose Lifts, mit denen man niemand zu besuchen wußte, Teppichgänge zu lauter Tabuzimmern außer dem eigenen und dem WC. Einige Stunden des 1., 2., 3. Tagungstags lärmten: Referate, Interessentäusche, ein Empfang; Hauptstadtlärm und wieder das Essen in einem der Glaszwinger. Das Hotel war ein Ofen der Langeweile, in den die armen Seelen freiwillig heimkehrten, selbst aus den parfumierten Armen der Kongreßstadtfeminität. Langeweile, in der »Noch ein Calvados!« einen rettenden Schachzug bedeutete und ein staubtrockner Frankfurter Kollege, der plötzlich das Athenäum sehen wollte, zum Engel avancierte. Leere, Dämpfung, lautloser Prunk — und zu lächerlich wußte Chemiekaufmann J., daß er in spätestens drei Monaten jenes Hotels in Luxemburg nie ohne die Phänomene der Rührung gedenken würde: einen Stich im Magen, einen Gong im Herzen, einen unchemogenen Geruch in der Nase, einen unnotablen Klang in den Ohren, ein Gefühl, irgendwo westlich, nördlich oder algolwärts hinlaufen Zu müssen oder jemand darüber etwas Unschwatzbares zu schwatzen.