Die Bücher sind alle noch in grünes Papier geschlagen und handgestempelt.
Stadtbibliothek 1
Spinat 2
Auch Spinat säten sie aus den dünnen windigen Papiersäckchen mit den großbunten lehrreichen Gemüsebildchen. Sie machten die Beete aus mooriger Erde, den Füßen und einer Schnur, und der Bub wußte, daß das irgendetwas bewirken würde. Er trampelte gern im hall-losen Weich, im feuchten Sattbraun und kam so zu guten Weglein zwischen den Beeten. Er kannte bald jede Samenart, spielte mit der Gottwillkür in seinen Säckchenhänden, genoß im dicken grünen und bunten Frühlingsommerherbst, in den zehn Jahrzehnten eines Bubenhalbjahrs, alle Ausgrünungen, Ausknäuelungen, Ausblühungen, all das Eßbare, das er hervorrief. Er bekam auf die Frage nach Menschensamen eine erdbraune Ohrfeige, und man erntete strunkigen Spinat, dessen schurzgroße Menge die Mutter dann durch den grüntriefenden Wolf drehte und dessen Knofelbreiheit, vom grünhölzernen Löffel patzend, trotz angebackenem gelbäugigem Spiegelei die enttäuschendste Ernte eines Gärtnerlebens wurde.
Stadtbibliothek 2
Die Mauer rieselt. Eine Hilfsbibliothekarin geht umher.