In diesem Weingarten werden folgende Tiere gezüchtet: Heu- und Sauerwurm, Kräuselmilbe, Filzmilbe (Weinblattpockenmilbe), Rote Spinne, Bohnenspinnmilbe, Springwurm Rebstecher (Zigarrenwickler), Rebenfallkäfer, Blattgallenreblaus, Engerling. Damit mehr los ist, wird Wild zum Verbiß eingeladen und werden mittels chemisch verfluchter Dithane, Ortho-Phaltane, Polyrame und Karatane Peronospora und Oidium angesetzt, Roter Brenner und Traubenfäule verbreitet, und am Garteneingang steht ein Böller, der Hagel herbeischießt. Jede dennoch gefüllte Weinbutte wird durch kräftiges Sprühen mit Kupfervitriol vergällt. Der Drahtzaun trägt ein schwarz emailliertes Schild mit weißer Beschriftung: Musterkultur des Antabooze-Verbandes Zwegerndorf.
Weingarten 5
Weingarten 4
Das Spritzmittelfaß. Die Rückenspritze, von der Brühe salzpastellt und zerätzt, die bunten zerfressenen Hände, der Giftgeruch über den Stöcken. Keine Arbeiter zu kriegen, alles selber machen. Am Abend aber stellt sich unter den kalkkühlen Fenstern des unbeliebten Weinbauern ein Rangenchor auf, singend:
Weingarten 6
Man bereite ein Schüttelgemisch aus Kakao und Mehl, wälze darin Tonkrümel. In die entstehende Weingartenerde stecke man rohe Stöcke. Man lasse nur leichten Wind in den Blättern spielen und verlege sonst absolute Ruhe darüber. Nun betrete man: