Die einzigen Maler der Welt waren die Fauvisten, sagte Caro Coenluir. Und einige Tachisten, sagte sein minderjähriger Adept. Caro gab ihm dafür eine demokratische Ohrfeige, eine solche also, die der Adept, wenn er seinerseits einmal im Recht sein sollte, Caro zurückzahlen durfte. Die Fauvisten haben, ergänzte Caro Coenluir (mild und gar nicht mehr strafend), die ganze Welt in den Farben dieser bunten Stühle zu malen begonnen. Aber sie sind nicht weit gekommen, entgegnete der Adept schüchtern; leider, fügte er eifrig, um eine zweite demokratische Ohrfeige abzuwehren, hinzu.
Bunte Stühle 10
Bunte Stühle 9
Zero Zobiak, der Bub, ging im Kurort, wo seine Familie sich krankbadete, er aber keine Schwimmgelegenheit fand, nicht eher heim, als daß er alle Farben der Stühle abgesessen hatte. Eine ungeahnte Affinität verband ihn hierbei, ihm nur als Lackliebe merklich, mit Myra Metelli.
Burg 1
Burgbrunnen. Gurgelnd. Grundlos. Was klafft, mißt man in Klaftern. Man fällt minutenlang schachtabwärts. Rufen Sie UHU hinein. 600 türkische Gefangene haben mit ihren Leibern den Brunn in den Felsen geschlagen. Der Brunn war der Wasserofen, in den die politischen Gegner mundtotgesenkt wurden. Hören Sie, jetzt kommt das UHU zurück. Hier können Sie, meine Damen, noch wirklich zu Grunde gehen. Lebendig, elendig. Die Ketten aus der Folterkammer sind dreißigmal zu kurz, um Sie aus dem gruftfrischen Wasser zurückzuholen. Die Seilhaspel ist ein leeres Versprechen. Wie manchmal Wasserratten heraufklimmen, ist rätselhaft.