Entwicklungen 1

Myra Metelli und Quenta Quebec werden im vorsommerlichen Schulhaus von jenem Ereignis heimgesucht, das niemand Sich-Bildendem erspart bleibt: dem Herausheben von Binomen. Im rechten Teil der Gleichung

x = 32 ac + 4 ad + 2 ae + 16 bc + 2 bd + be

erkennen sie begeistert

2a+b

als Faktor verborgen, und fliegenden Tintenkulis stellen sie fest:

x = (2a + b) (16c + 2d + e)

welche Bündelung gegenüber den frei ausgeschütteten Kombinationen von a, b, c, d und e ein ganz anderes Gefühl von Sicherim-Griff-Haben bietet.

Myra Metelli und Quenta Quebec wollen, im Widerspruch zu den achtzehn anderen Schülerinnen, von dieser Minute an bis auf weiteres Mathematikerinnen werden, um Klasse auf Klasse den Mädchen die noch spärlich gesäte Begeisterung für Algebra dichterzusäen. Myra will bald danach sogar an ein schwieriges Problem aus der Zahlentheorie heran und Quenta an ein ungelöstes aus der Mengenlehre. Vorauseilende Bücher in bunter und düsterer Aufmachung häufen sich, und man geht irr, wenn man glaubt, die Schönheit der beiden Schülerinnen leide unter dem Zugriff der Logik. Nein, sie wird geradezu kristallin.