Schlote, dicke Daumen, der Eisengießerei. Verräterisch oben schwarzbeschlagen, nicht von Ruß, o nein, von zu heiß geschmolzenem Metall, das schon verdampft, und den armen durch die Qual der Barbarenhände und Schmelztiegel gegangenen Seelen. Euch möchte ich sprengen — dumpfe, brutale Feinde des Menschen, ultima ratio der Polizei.
Fabrikschlote 5
Fabrikschlote 4
Brauereischlote mit den menschenähnlichen eisernen Windfängen obenauf, helvetischen Armbrustschützen. Wer, wenn er euch Plumpe sieht, denkt, daß unter euch hervor das herrliche nasse Bier quillt, in allen Honigfarben, aber mit den heißesten Hundstagen Kälteschritt haltend, eiswollüstig in die entzündeten Hälse stechend, das Hitzschlumperwerk hart- und zufriedenfrierend, bei 36 Sonnengrad im kühlsten Nordgasthauswald.
Fehlen von Brücken oder Fähren
Auf der belebten M.-Straße sah ich, als 22-jähriger Meisterspazierer, das Mädchen Eva, jene Eva, die sich in Anpassung an die damals grassierende Künneke-Mode »Evelyn« nannte. Ich scheute mich, im Verkehrslärm über die breite Straße hinüberzurufen, steuerte vielmehr raschest die nächste Ampel an und flehte um Grünlicht. Das Befürchtete trat ein: Evelyn verschwand in einem der bekannten vielstöckigen Kaufhäuser und wurde von mir nicht mehr gesehen. (Bis heute nicht, und ich würde sie, da unser Kind schon Starmannequin oder Scheinfirmen-Prokurist wäre, auch nicht mehr erkennen.)