Die Katze zerfleischt einen Goldhamster; dessen Langohr und Nagezähnchen, die blauroten und fischsilbernen Eingeweide; Hohlschnüre hängen vom Katzenmund, die Katze legt den Kopf schief, zerrt; schupft im kleinen aber raschen Mund die Beute, entläßt auch einmal schlechte Luft durch die Nasenlöcher. Wie kam der Goldhamster in den Garten?
Katze 7
Katze 6
Ein Neukätzchen hat den Sack überlebt. Es hoppelt. Es überfällt die Mutter, ohrfeigt, beißt sie. Ulrike nimmt es weg, drückt es, quietscht, beißt. Ist dir nicht leid um die andern, fragt Zero Zobiak. Nein, die sind ja zuviiiel!, sagt Ulrike, sieben Katzen, brrrr!, sie schüttelt sich kasperltheatralisch; Vati hat mit der Hacke draufgeschlagen, erklärt sie, wumm!, wumm!, die jungen Katzen sind ja gleich weg, der hat schon solche Übung; lieb hab ich dich, Katzi Katzi, entschuldigt sie sich bei dem einen konkretgebliebenen Neukätzchen des Gesprächs.
Katze 8
Dieses isolierte Nebeneinander von Menschen- und Katzenbetriebsamkeit. Für die Katze ist das Zinktopf- und Waschtrogtragen der Hausfrau, das Schnürespannen des Mädchens, das Sensendengeln des Mannes nur zweckloses Katzenspiel; erführe sie einmal von Zwecken und Produktivität, stürbe sie an Entsetzen über ihr Image bei den Menschen.