Der Chemiekaufmann J. bedauert, daß er in Y., wo er neunjährig haselnußstreunte — gänzlich allein —, nicht die heutige neunjährige Ulli zur Kameradin hatte. Ulli versteht sogleich, daß sie dem Mann, der ihr das heute sagt, zur rechten Zeit die Einsamkeit genommen hätte. Denn sie sind, wie der Chemiker sagt, wahlverwandt, mißachten die Grenzen der Zeit und bedürfen, um einander die Einsamkeit zu nehmen, weder erklärender Worte noch der reifgeschlechtlichen Möglichkeiten.
Ulli Ergänzungen 3
Ulli Ergänzungen 2
Ulli bringt einen nicht ganz sattelfesten Ingenieur in schwere Verlegenheit durch Fragen nach physikalischen Ursachen und Wirkungen. Sie baut schrittweise auf und führt auf diese Weise einen Testprozeß, in dem man nicht schwindeln kann.
Ulli Ergänzungen 4
Ulli beschreibt, zum Erstaunen der Psychologen, Abenteuer aus ihrem zweiten Lebensjahr, von einem Ort, den sie damals für immer verlassen hat. Ihre Zeichnung der Stuben, Verschläge und Unebenheiten stimmt. Sie zeigt, wie sie ein sechzehntel Liter Johannisbeerwein im Garten der Großeltern austrinkt und »lustig« ins Bett wankt — ihre Eltern wundern sich, daß Ulli am nächsten Morgen so lange schläft. Ulli findet, es ist inzwischen gar keine Zeit vergangen, denn während man manches nur wie eine altväterliche Illustration vor sich sieht, wird die Umwelt der Zweijährigen mit der Umwelt der Neunjährigen identisch, und Ulli schlägt den längstveraschten Großvater beim Fangenspiel übermütig auf die Hand.