Hügel 7

Man ziehe einen sanften Bogen mit der Wölbung nach oben. Seitlich und unten braucht man diesen Bogen nicht abzuschließen, es soll ja nur ein bestimmtes Gebiet des Hügels um die Kuppe herum strukturell aufgefächert werden.




(Raum für das Ziehen des Bogens.)


Mit den Einzeichnungen beginne man links: schneide einen nach rechts oben gerichteten Keil aus dem linken Randstück der Zeichnung; in den Keil schreibe man »buschig«. Etwas links von der Kuppe setze man einen Punkt. Von dem ziehe man eine Gerade ungefähr zum Bodenpunkt der ersten keilbildenden Geraden. So entsteht ein zweiter Keil, mit der Spitze nach links unten. In diesen Keil schreibe man »kahlgrün«. Nun ziehe man von dem kuppennahen Punkt im rechten Winkel zur zweitkeilbildenden Geraden eine Gerade nach rechts unten. Das entstehende Dreieck, eine gebirgige Parodie auf den Hügel, fülle man mit den Worten »buschig, schründiges Gelände«. Das Dreieck lasse man unten offen. Nun ziehe man zu der letztgezeichneten Geraden einige Parallelen, verforme sie aber im Zeichnen zu sanften Bogen. Man gerate mit ihnen nicht zu weit nach rechts und beschrifte das Gebiet mit »Wein, buschig«. Rechts schließe man ein kleines Dreieck an, das mit der Spitze nach links unten zeigt. Man beschrifte es mit »Busch, Häuser«. Eine Hilfszeichnung zeigt die Bogenkontur eines Hügelstücks und von ihr abzweigend eine Gerade, auf der nach einiger Leere ein Häuschen mit dreieckigem Dach steht. Den rechten Rand der Hauptzeichnung nimmt ein Dreieck ein, dessen Spitze nach oben zeigt, dessen Schenkel schon gezeichnet sind und dessen Grundlinie wir nun unsicher in den Hügel zeichnen. Dieses Dreieck beschriften wir mit »Wein«. Nun deuten wir noch nach all diesen Zeichnungen der höchsten Schicht eine zweithöchste Schicht an, setzen etwa unter die linke Hälfte des rechten Randdreiecks eine vage Ellipse, liegend, mit der Inschrift »Laubbäume«. Links an diese Ellipse schließen wir, wie einen linksgerichteten Schnabel, der unter »Wein, buschig« zu stehen kommt und noch ein Stück in »buschig, schründiges Gelände« sticht, einen schmalen Keil mit der Inschrift »kahl, Wein«. Schließlich beschäftige man sich mit der dritten Schicht, zeichne, locker an die »Laubbäume«-Ellipse anschließend, ein etwas zur Kuppe hin kippendes breites Rechteck ohne unteren Abschluß. Dieses Rechteck schneide man in senkrechte Streifen und beschrifte es über die ganze Breite mit »Wein, in verschiedenen Formationen«. Eine Hilfszeichnung zeigt Weingärten in verschiedenen Linieaturen, Dichten, Wuchsintensitäten. Eine Hilfszeichnung in kleinerem Maßstab




(Raum für die drei Hilfszeichnungen.)


reduziert diese Individualitäten auf wechselnde Durchliniierungen, zittriger Handschrift wie eine Tätowierspur. Irgendwo auf die Hügelkuppe der Hauptzeichnung schließlich setze man jenen unentbehrlichen Einzelbaum, zu dem alle Spekulation hinstrebt und hinter dem auch wieder eine Welt liegt.