Korrupte Bräute 1

Nun habe ich sie also geheiratet. Noch im Mai verpatzte sie mir die zweite Etappe des Ausflugs, indem ich standhaft an ihrem Haus vorbeiging und all die Abenteuer des weiteren Tages diesen Verzicht nicht wettmachten. Sie ging dort auf sauberen hellblauen Fliesen umher, sechzehnjährig, im Sonnenlicht, nahe ihrem noch jüngeren Schwesterdouble, ihr Alpenvollmilchgesicht von etwas altmodischer Erotik wie die Gesichter vieler dicklicher Mädchen, und gewiß würde sich auch sonst viel Schönes meinem Streicheln entgegenwölben. Zur hellen Haut des Trumms Milch kontrastierte gut das Kakaobraun der Mindest-Verpackung, zu den erdhaften Kilogrammen die wieslige Ubiquität.

Das Weltlein, das ich bei jenem Ausflug in einem Anfall von Selbsttäuschung links liegen gelassen hatte, war nun durch einen Handstreich meine Welt geworden. Wir eroberten uns das Glück im Sturm, und Dollis nächste Regel wird gewiß schon ausbleiben, denn — so jung sie ist — wir wünschen uns viele Kinder. Die Kinder dieser Familie sehen alle gleich aus, dies ist vielleicht ein Zug bäuerlicher Beharrlichkeit.

Diese Braut ist korrupt, weil sie mich ohne Warnung genommen hat. Wie bringen wir einander unseren Freunden bei und worüber handeln wir nach Ablauf der Flitterwochen, wenn Erstes und Zweites Programm gleichöde Blaulichtberieselung bieten?