Das Schwarz echter Konkubinen ist seriös wie ein Blinddarm, das Weiß echter Bräute mit Brautunterricht ist seriös wie Rindsbraten, das Weiß korrupter Bräute aber zeigt Zunge und Kürbis. Hinter all dem Bespitzten, Beschleppten, Gestärkten sind Gelüst, Geschäft und Gespött nur notdürftig verborgen, »Gelüst«, versteht sich, auf all die Hunderte Nichtbräutigame, deren Panorama sich beim Ausschritt aus der Kirchentür nun überwältigend auftut. Jeder gutgejagte Hase hält solches Brauttextil schon beim ersten Schnuppern für eine mittelmäßige Imitation aus Butterbrotpapier oder Oblatenteig; wenn die korrupte Braut die Schleppe hebt, gibt sie kein Guck-Guck für das keusche Auge des Bräutigams frei, sondern läßt einen schadenfrohen Furz fahren, ein Blitztelegramm an den höllischen Boß, daß alles geklappt hat.
Die Dorf- oder Grätzel-Bewohner aber haben ihre Freude ungetrübt, ich gebe es zu, denn das Weiß stimmt gut zu einem heißen Mittmaitag, ist garantiert aus allen Spektralfarben zusammengesetzt, und die Braut hat einen echten Körper mit Rehaugen, Goldfischmündchen und Brotteigbrüsten.