Zirka 500 g abgezogenen, ausgenommenen, gereinigten Aal drehen wir über einer Cognacflamme nach allen Seiten, bis die feine Haut springt, die wir dann mit einem Tuch abreiben. Nun schneiden wir den Aal in fingerbreite Stücke, salzen und pfeffern ihn und kochen nach einiger Zeit mit geschnittenen Zwiebelringen von einer mittleren Zwiebel mit etwa einem Viertelliter essiggesäuertem Wasser weich. Sodann nehmen wir die Aalstücke aus dem Sud, schneiden sie in kleine Stücke, ebenso über Nacht eingeweichte Dörrbirnen, die wir mit etwaS Champagner und Wasser gut weichgekocht haben. Ungefähr 150 g kleinwürfelig geschnittenes Wurzelwerk dünsten wir mit etwas Suppe weich, geben ein klein wenig Salbei und Thymian dazu. Sodann setzen wir dem Aalsud das Püree von 200 g Edelkastanien unter stetem Rühren zu, fügen in Fischotternsuppe weichgekochte gewaschene Froschschenkel (pro Person 3—4 Paar) zu, tragen den Birnenaal und endlich das Wurzelgemüse ein, gießen mit ¾ Liter gut legierter Champignonpüreesuppe auf, lassen alles nochmals gut durchkochen und geben mit buttergerösteten gestoßenen Krebsenschalen und falschen Schildkröteneiern zu Tisch.
Suppe 2
Suppe 1
Die Suppe ist fertig, ruft die Mutter durch die Räume. Die Sonnenringe versprechen eine Überraschungssuppe mit roten und blauen Einlagen aus knusprigem Hexenteig. Aber es gibt heute nur klare Rindssuppe mit faden immer wieder vom Löffel schlüpfenden Nudeln. Der Bub sieht darin die Langeweile erwachsener Jahre.
Suppe 3
Was bleibt mir übrig, als den Frühling in der Frühlingssuppe aufzuessen?, sagt der 14jährige Caro Coenluir zu seiner Tischnachbarin, der 15jährigen Linda. Ich kann dich nicht auf Kommando lieben, schreit die schöne Basketballsiegerin ihn bekümmert an. Beide sind naß in den Augen, fühlen die Tragik der Naturgesetze, löffeln märzgrüne cremige Suppe.