Jeder Angler muß die Eigenart des Gewässers und des begehrten Fisches beobachten und danach seine Methode wählen. Er muß zB vermeiden, zu atmen oder zu küssen, Scherze zu machen oder laut zu knistern. Die Ausbildung der Ruten und Köder ist selbst ein Sport. Seepferdchen lassen sich von geschickten Bastlerhänden aus Roßkastanien schnitzen, Seejungfrauen kauft man am besten in der Fachhandlung. In den größeren Flüssen wird nach Weißfischen verschiedener Art, vom Silberfischchen bis zum Wal, geangelt. Es empfiehlt sich, die Rute für den Walfischfang stärker und elastischer zu wählen. Delphine dürfen wegen ihrer Kriegswichtigkeit in der Donau nur im September geködert werden. Der Sportangler braucht zur Ausübung seines Sportes, auch im Traum, einen Fischerei- und einen Erlaubnisschein, auf dem ganz genau angegeben sein muß, wo, wann und mit welchen und wieviel Ruten er darf.
Fischer 9
Fischer 8
Man lockt die Fische dadurch an, daß man den Wurm, Teig oder Käse mit Riechstoffen wie Anisöl betupft.
Fischer 10
Angeln in Gabeln festgemacht, in Händen wippend, untern Armstumpf geklemmt. Naturholz, metallverstärkt, oder schihafter Luxus; aber: es gibt keine überzeugende Angelform; der Designer schweigt vor dem Bastler. Überhaupt: Schweigesport. Fachmannidylle. Nasse Schreberei.