Pfahlhäuser 1

Ja, ihre Sonntagsfarben: unwahrscheinliches Blau, Ocker, ausnahmsweise auch Schwarzwälderteer, dann ein neuhölzernes Hüttchen, dünn orange gestrichen, Zaun dazu pastellgrün, und schon eine rote Dachterrasse, gittertreppig betretbar, gelbe Galerien rund um das Wohngeschoß, viel Verglasung, und alle Flächenflecken zwischen den Häusern vollgestellt mit Bäumen, vollgeschüttet mit Blumen. Kaufe Blautanne als Hausschmuck, springe bestens über Taxushecken, spiele erstklassig Jazzgitarre zu Zypresse. Oder so: unter den Hütten ist ein Teppich aus leisem Boden, gelb-grün, über den Hütten ein Teppich aus dichtschließenden Blätterästen, gelbgrün, alles junge und jungalte Leben geteppicht und sonnenkleidig und flächig in der Waagrechten, trotz den Pfahlhüben, unter denen man schattenbaden oder autowaschen oder weitere himmelblaukleidige Kinder machen kann. Hinter einer Tür aus wehenden verschiedenfarbigen Bändern und einem Vorraum mit Luft aus Fähnchengirlanden die Lichtschreie von Fischschwärmen aus röhrengesteuerten Druckaquarien in sommerlichem Wintergarten. Bauernstuben wickeln Großväterkram, in die Wand gesägte Gilbphotos und angenagelte Porzellanpfeifen, in Altweibersommer aus Transistormusik.

Oder das Hüttchen ist nur 1 Zimmer auf Pfählen. Aber es hat seinen eigenen wildenten-wabbelnden Anlegeplatz. Zwischen Bäumchen und Riesenbäumen wildenteln vergraste Steintreppchen direkt an das Eierstein-Ufer am nassen Wasser, fördern dich, wenn du Pech hast, in ein Verandaboot aus häßlich zitrongelbem Glas.