Der Schüler J. (Susi 3) sparte sich das nochmalige Erzählen von Susis Reizen nächsten Morgens auf die nächste, die übernächste Stunde, den Nachmittag auf, weil er wußte, daß es nach diesem Erzählen kein nächstes geben würde oder, wahrscheinlicher, doch, aber das dritte Erzählen würde das Thema schon ramponieren: es waren auf die Dauer zu wenig Details, nichts Neues wuchs nach.
Er hatte es schwer, von Susi eine Rahmenvorstellung zu geben. Er beherrschte nicht die Kunst, mit wenigen Strichen eine prägnante Karikatur zu zeichnen. Er fühlte aber zugleich, daß die lahmlappigen Beschreibungsversuche (weiblich; ein Mädchen; mittelgroß; in einem Kleid; in einem bunten Kleid; braunhaarig; welche Augenfarbe eigentlich?; mit einem Mund versehen; etc) nicht nur so gut wie:
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waren, sondern auch vor das eigene inwendige Susibild eine dummbemalte Figur aus dickem Pappdeckel stellten.