Irgendwann kam das Verhängnis, daß der Schüler J. (Susi 3) sich sein virtuelles Susibild ins Bett mitnahm, um darüber zu onanieren. Er stattete Susi mit schematischen Körperteilen aus, denn er hatte nicht viel authentische Erinnerung verfügbar. Außerdem zerging bei so intensivem Angriff das Susibild in ein Puzzle aus mehreren Mündern, Augen, Ohren, aus Wangen, die sich zu keiner überzeugenden Farbe entschlossen und zuletzt in das Rosaweiß von rohem Schweinespeck, den er gestern gesehen hatte, flüchteten. So war auch die Freude nur halb, und nachher lag er mit einem Wrack von Susibild da, als hätte er ein unfixiertes Pastellbild belegen, dessen Schmetterlingsstaub nun auf dem eigenen Bauch, Bein, Hintern zu finden wäre und niemals mehr in die künstlerische Ordnung zurückkehren würde. Diese Zerstörung konnte, außer durch Wiederbegegnen der echten Susi, kaum ungeschehen gemacht werden.
Susi 5
Susi 4
Der Schüler J. (Susi 3) sparte sich das nochmalige Erzählen von Susis Reizen nächsten Morgens auf die nächste, die übernächste Stunde, den Nachmittag auf, weil er wußte, daß es nach diesem Erzählen kein nächstes geben würde oder, wahrscheinlicher, doch, aber das dritte Erzählen würde das Thema schon ramponieren: es waren auf die Dauer zu wenig Details, nichts Neues wuchs nach.
Susi 6