Ödstätten 1

Unmerklich geht die Ödstätte in Wasser über. Seichtes Wasser: die Kinder lernen hier ihre Sehnsucht nach Kähnen. Sie baden in ihm beschuhte und nackte Füße. Sie sprechen sommerüber die Brackwassersprache. Vor Wasserbenützung aber laufen sie lang über Ödstättenkrautwerk, das vorzeitig Sommer und Verblühen hat. Brandigbraun oft schon im Juni, Lebensuhrwerk, etwas überdreht, dadurch den Kindern merklich und jammrig. Im übrigen: Abenteuer. Alle Abenteuer geschehen aus Langeweile, münden in Langeweile und nähren in Zeiten der Langeweile. Das Wasser der Ödstätte läßt sich durch das Ausschütten von Zubern vermehren. In den Zubern ist Seifen- oder Abwaschwasser.