Freu dich, Hund, sagt der Pensionist zu seinem Hund, wir gehen auf die Ödstätte, abrichten. Wir gehen vorbei an der kleinen Seifenfabrik, wo die Portiershündin, deine Freundin Myra, angekettet bellt, mein Arm ist ganz Peitsche, mein Bein ganz Stock, mein Mund ganz Pfeife, sei ganz Ohr! Schau, ein toter Frosch. Pfui, nicht in den Mund nehmen! Da, ein alter Faltkarton, tuj, tuj, hols Apportl, huj! Watta, nichts für dich, pfui, gehst weg! Gibs Pfoti. Brav. Tüchtig. Stocki holen, tuj, rrrenn! Fffff(ü)! Der Pensionist kriegt einen Hustenanfall. Er grüßt andere Ödstättenhundepensionisten und andere Abrichter, stolpert Ziegel, riecht Fischwasser, spuckt Glasschutt. Der zottige schwarze bellt wie aus einem gefüllten Sack. Abwärtsjaulen. Ein auchzottiger Setter, seine Haarspitzen wie in Asphaltöl getunkt, ein ganzes Zwölfendergeweih aus wassergeschältem Holz trägt er keuchend im rinnenden Maul. Ein alter Mann wiegt einen schmutzigweißen Bobby im Arm. Auf Ödstätten beißen Hunde in den Schwanz, in die Leine. Oder sie laufen
Ein altgedünkeltes Weibsstück aber hat ihre grau-schwarzbraun gestreifte Riesendogge an eine Kette geschlagen.
Das alles sind Hunde, sie scharren Holz-Grün-Stein-Scherb hoch, verteilen ihren Dreck, bellen Hoch Gott!, sind in eine unfaßliche Clownerie hineingeraten, dienen sie aber japp, knorr und trenz zu Ende, geben das Sinnbild einer egoistenschonenden Liebe (dagegen die herrliche Unabhängigkeit meiner Katzen!), rupfen Wucherblätter, derbgrüne dickadrige, Riesenblätter von der Größe ausländischer Zeitungen, überspringen die Wassergrenze, wälzen sich im kalten nassen Wasser, crawlen, waten, schaumschlagen, Stock im Gebell, schütteln hundelnden Wasserspray ins Gras, spielen das Hundestück Vormittag, das Hundestück Nachmittag, duften sich eins, riechen zu allem, konzentrieren ihre Koketterie ins gehobene Hinterbein, arbeiten streng und unproduktiv und möchten die ganze Welt voll kleiner Hunde machen.