(Hier schreibe man besonders wohlgefällige Textstellen aus Aufklärungsbüchern, Partnerzeitschriften oder auch dem Gedächtnis ein:)
Perspektiven 1
Parfum 8
Man belebe seine Geruchsphantasie durch Aufquellenlassen einer Masse aus überreifem Käse, Naphthalin und Veilchenparfum.
Perspektiven 2
Barbara liegt, die Beine hochgezogen, auf einem sommerlichen Bett, in durchsichtiger Sommerluft, unbesonnte Stellen mit Bräunungslotion fleckig nachgefärbt; die Szenerie hat etwas von dem gläsernen Sarg aus dem Märchen. Barbara hat die fleischigen Arme an sich gepreßt, wird sie aber sogleich J. um den Nacken schlingen. Sie hält den Kopf 80° zur Seite gewendet, J. entgegen, der im Sommerpyjama an die Sache rangeht; ich hab ihr richtig den Kopf verdreht, denkt J. Barbara lacht satt und doch hungrig aus den kernigen Wangen hervor, ihre fettgewachsenen und fettgeschminkten Lippen sind geöffnet und guten weißen Zähnen vorgelagert. Die Augenlider triefen von schwarzem glänzendem Fett, indisch, der Blick ist sieghaft wie der einer dicken, noch enthusiastischen Dirne oder auch einer Flitterwöchnerin, die sich reich und potent verheiratet hat, und muß sich, genau wie das Lachen, erst durch das Kernfett der Wangen durchschieben. Barbara ist frisch gewaschen und bergamottiert, nur ihr Klarsichthemdchen, babykurz, babyblau, riecht in Achselnähe nach Erwartung. An den schönen Ohrläppchen hat Barbara unmöglich stechende rotmetallene Gehänge. J. selbst trägt einen whiskyfarbenen Siegelring mit dem verfänglichen Zeichen der Retorte.