In seiner Arkade, nur innen, küchenseits, saßen die Serviererinnen alle auf einem Abendhaufen beisammen. Nach Rang: die abgenützte Ungarin, vierzig vorbei, kurzbeinig, viel glattgeschminkte Gesichtsfläche, kneifenden Blicks und Lächelns, gerissenfreundlich; die fade dünne Einheimische, von leichtentfernbarer Freundlichkeit; und die gastlichen zwei Gastarbeiterinnen mit den immerfort wackelnden Beinen. Sie aßen einträchtig ein Bedienungspausenessen, und unablässig machten sie sich über Gäste lustig, zB den upstair logierenden alten Amerikaner, der aufbegehrte, veil er nicht sofort mit Los Angeles gurgeln konnte, oder jenen jungen Mann, der dreier Puppen wegen den Chef kommen ließ, als die Ungarin ihm ein Messer, das er hinwarf, nicht aufhob.
Das ukrainische Köchlein trat ein, ganz offenen Hemds, behaarter weißer Brust, schnaufte. Die eine Fremdarbeiterin stöhnte zurück, beide wischten sich die Stirnen. Eine Menge Hühner grillten auf Vorrat. »Ach, morgen um diese Zeit«, stöhnte die fade Einheimische. Sie freute sich auf den dienstfreien Tag, den sie auch wieder in einer Schenke zuabendführen wollte, aber bei Apfelwein, drübufers und als Gast.