Städtchen 6

Überraschend: hinter idyllisierenden Häusern + Hasel-

busch

im Sonnenstaub

unentwegtes Flüstergebrüll, sonnentagfüllend:

waa-u waa-u waa-u waa-u ... Walzen, Bahnen einer versprengten Kleiderfabrik. Der Pförtner verschläft wachsam Tageszeiten. Wir dürfen an dem Werkel vorbei, werden nicht eingesogen, sind etwas enttäuscht. Drinnen Arbeiterinnen, die man aus ihrem zugleich stattfindenden Werktag nicht lösen kann. Ein anderes System. (Als schaue man an einem Terrassennachmittag five-o'-clock-tea-siedend in den Kessel, in dem Mikroben sich errennen ) Vielleicht tragen manche das Dessin unserer Mädchen. Was hier rollt, läuft noch weit, wird appretiert und imprägniert, schlottert an Schneiderpuppen, brüstigen ohne Unterleib, riecht oft nach Feuer und Leimigem, ehe es langsam seinen Kennduft bekommt und verliert und Parfumchen und Menschgeruch annimmt. Ein großes Rechteck aus allseits schwabbelndem Stoff zu schneiden, ist ein Kunststück. An besonders jungen Mädchen oder besonders reifen Frauen küßt man Kleider oft mit. Die Kontrolluhr läßt sich mit allen Arbeiterinnen ein. Sie ist bei der Lieferung langweilig, aber reift, eingesetzt, zu einer Art von Glück.