In die Diskussion über die Einzige, die niemals kommt, mengte sich ein Taschenlampenvertreter, der aber Interesse an der Verhaltensforschung hatte. Er erzählte, wie ein junger Amerikaner ein pazifisches Delphinmädchen liebgewonnen hatte; er lebte mit ihr im Delphinbassin, lernte tauchen, schnellen und ihre Sprache, sie lernte von ihm bewundernswert rasch die höhere Mathematik und die Formallogik, und sie wurden ein Pärchen mit musterhafter Kommunikation, ließen Menschenpärchen darin weit zurück. Der junge Amerikaner mußte dann aber seine Geliebte dem CNR — dem Central Navy Research — abgeben, von wo aus sie mit einer taktischen Atomladung, jedem Torpedo überlegen, einem schrottreifen Versuchsschiff nachgesandt wurde. Mit ihrer Intelligenz gelang es ihr leicht, ihren geladenen Leib in den Kesselraum Zu verstauen, wo sie mit dem Wrack in die Luft flog. Der junge Amerikaner trauerte. Eine eigene Frage bleibt, wieso Liebe und Intelligenz des Mädchens nicht eine Wehrdienstverweigerung bewirken konnten; aber vielleicht hatte ihr Denken schon zusehr menschliche Züge angenommen; Delphine, schreibt Professor Lilly, lassen sich trotz oder gerade wegen ihrer hohen Intelligenz leicht korrumpieren.
Nachmittagsgespräche 9
Nachmittagsgespräche 8
Ein älterer Herr, der schon getrunken hat (zur Gegend stimmenden Gelbwein in einer durchwärmten Grünflasche), gönnt Haarboden und Panamamütze eine kleine Erholung voneinander und zitiert hierbei den vor 88 Jahren geborenen Hans Adler:
Nachmittagsgespräche 10
In die Diskussion um die Einzige, die niemals kommt, mengt sich ein Beiträger, nach dessen Bericht einem Junggesellen sehr wohl die Einzige kam, und zwar ein aus der Illustrierten geschnittenes Dämchen, das, weil es sich erstmals in seinem vollen Liebes-Wert erfaßt fand, unter der Schere des Junggesellen lebendig wurde. Der Junggeselle allerdings, nach einigen erfreuten Sekunden, trug das heftig sich wehrende Bildchen zur Pfarre. Dort wurde es neuerlich lebendig, erklärte aber, nun in ein Kloster gehen zu wollen.